Das Bauhaus wurde am 21. März 1919 als Kunsthochschule für Malerei, Kunstgewerbe und Baukunst in Weimar gegründet. Leitgedanke war die Zusammenführung aller künstlerischen Disziplinen wie Bildhauerei, Malerei, Kunstgewerbe und Handwerk zu einer neuen Baukunst. Neben W. Gropius, dem Gründer des Bauhauses, wirkten bedeutende Künstler als Lehrer, so u. a. H. Meyer und L. Mies van der Rohe.

Bauhausausbildung
Die Ausbildung umfasste alle Gebiete der bildenden Kunst und handwerklichen Fähigkeiten. Als Resultat entstanden eine zweckmäßige, materialgerechte Architektur und neue Formgebung für Gebrauchsgegenstände, die von der industriellen Produktion weiterentwickelt wurden. So wurden u. a. Sitzmöbel aus Stahlrohr hergestellt, neue Lampentypen entwickelt und in der Wandmalerei der Schwerpunkt auf die farbige Bau- und Raumgestaltung gelegt.

Wirkungsstätten
Von 1919 bis 1925 war die Wirkungsstätte des Bauhauses in Weimar. Bald nach seiner Gründung wurde es als „links” und „internationalistisch” von den politisch rechten Parteien abgelehnt und angegriffen. Etatkürzungen der Regierung veranlassten das Bauhaus, seinen Standort zu verlegen. Nach dem Umzug 1925 nach Dessau begann die Zusammenarbeit mit der Industrie. Politische Ereignisse zwangen das Bauhaus Dessau im September 1932 erneut zu schließen. Unter erschwerten Bedingungen kam das Bauhaus in einem ehemaligen Fabrikgebäude in Berlin unter. Nur für kurze Zeit konnte das Bauhaus am Leben erhalten werden. Von den Nationalsozialisten als Gefahr für das deutsche Volk verunglimpft, sah man sich am 11. April 1933 zur Selbstauflösung gezwungen.

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