Als sich der Bauhausstil richtig durchsetzte, herrschte in Deutschland eine Hyperinflation, was zeigte, dass die Wirtschaft auch vor Hedgefonds schon unsicher sein konnte und in der Erfindung dieser Fonds kein Monster auf die Welt losgelassen wurde. Allerdings kam es 1923 zu dieser rapiden Geldentwertung, weil durch die Ruhrbesatzung (passiver Widerstand) hohe Kosten entstanden. Die Antwort auf diese Kosten war dann, einfach mehr Geld in Umlauf zu bringen. Hat aber nicht wirklich gut geklappt.
Der neue Reichskanzler Gustav Stresemann (später als Außenminister stark um ein friedliches Europa bemüht) machte dem ein Ende, indem er die Ruhrbesatzung aufhob und eine neue Währung mit der Rentenmark einführte – sehr zum Leidwesen der kleinen Sparer, deren Geld auf einmal weg war. Gefreut haben sich Kreditnehmer, die auf einmal schuldenfrei waren oder alternative Investments, wie bspw. Sachgegenstände besaßen. Doch nicht nur finanziell, sondern auch politisch war es in den zwanziger Jahren eine turbulente Zeit. So waren die Vertreter des Bauhaus‘ als links und internationalistisch angesehen, was mit dem Weltbild der Rechten kollidierte. Als diese die Landtagswahlen in Thüringen gewannen, musste das Bauhaus aus Weimar weggehen und sich eine neue Heimat suchen.
Da man einen guten Ruf hatte und noch nicht ganz Deutschland den Rechten anheimgefallen war, ließ man sich 1925 kurzerhand in Dessau nieder, wo ein Jahr später das neue Bauhausgebäude eingeweiht wurde und zudem noch die so genannten Meisterhäuser, welche der Gründer des Bauhauses, Walter Gropius, entworfen hatte. Acht Jahre später war dann allerdings endgültig Schluss, schon ab 1931 hatte man mit politischen Schwierigkeiten zu kämpfen und als die Nazis die Macht übernahmen, emigrierten fast alle Bauhausmitglieder in die USA, um dort weiter zu arbeiten.
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